Chronik


IN DIESER SCHULE FÜHLEN WIR UNS WOHL

In Band I des Frauenauer Heimatbuches "Ort und Mensch" schreibt Roman Eder – selbst viele Jahre Lehrer in Buchenau – über unsere Schulgeschichte. Hier in Auszügen mit freundlicher Genehmigung des Autors:

Die Frauenauer Schulen
Mit der Frauenauer Volksbildung war es bis ins 19. Jhdt. hinein schlecht bestellt. Merkwürdig eigentlich, waren es doch einerseits Benediktiner und andererseits Hüttenherren, die anderswo durch eigene Schulen schon relativ früh die Bildung des Volkes förderten. Die Kinder der Frauenauer Hüttenherren besuchten die Volksschule in Zwiesel, wo sie beim "Meister Färber" untergebracht waren oder aber in Deggendorf, wo sie Unterkunft und Verpflegung beim Schulmeister oder bei Verwandten fanden.

Der Schulhausbau von 1831
Schon 1827 hatte die Regierung ein größeres Schullokal gefordert. Die allgemeine Schulpflicht war eingeführt worden, und die Schülerzahl betrug bereits 127. Auch die Kinder aus Hilzenhütte (Buchenau) besuchten bis etwa 1835 die Frauenauer Schule. Den vorgelegten Plan, einen Umbau des alten Mesnerhauses, lehnte die Regierung am 11.8.1828 ab, da für Frauenau eigentlich zwei Lehrer und zwei Schulsäle notwendig seien. Wiederum stritt man sich um die Finanzierung. …. Mit einem Staatszuschuß von 300 fl wurde der Bau dann doch in Angriff genommen und im Jahre 1831 fertiggestellt. Dabei handelte es sich um das heutige Mesnerhaus, welches im Jahre 1868 Knabenschule wurde. Das Jahr 1843 brachte mit der Einschulung der Kinder aus der "Meier´schen Glashütte" einen zweiten Lehrer. Ab 1.8.1843 unterrichtete als erster Schulgehilfe in Frauenau der Zimmermannssohn Michael Förster aus Deggendorf.

Der Bau des Mädchenschulhauses 1912
Steigende Schülerzahlen und dadurch bedingte Klassenteilungen ließen den Konvent der Englischen Fräulein größer werden. Schule und Kloster waren zu klein geworden. Schon Jahre alt war der Plan, ein neues Mädchenschulhaus zu erstellen, wurde aber durch die Flanitzer Schulbaubestrebungen verzögert. Am 21.8.1910 wurde ein Schulhausbau in Flanitz mit folgendem Dorfschaftsbeschluß abgelehnt: "Ehe die Stimmzettel geschrieben wurden, haben sich 25 Gemeindebürger mit 34 Stimmen entfernt, 2 Gemeindebürger, die für das Schulhaus in Flanitz stimmten haben sich bei der Unterzeichnung des Protokolls auch entfernt. Von den anwesenden 24 Gemeindebürgern mit 102 Stimmen wurde beschlossen, daß ein Schulhaus in Flanitz nicht zu erbauen sei." Dieser Beschluß sicherte den Bau des Mädchenschulhauses.