Chronik

Bau der Knabenschule 1952
Sich vier Jahre nach der Währungsreform an den Neubau eines Schulhauses zu wagen, da doch nach der Notzeit der endzwanziger Jahre und nach der durch den zweiten Weltkrieg entstandenen Investitionspause dringliche Problemlösungen sich häuften, zeigt von einer überaus schulfreundlichen Einstellung des Frauenauer Gemeinderates unter Bürgermeister Josef Lomitzky. Der Raumbedarf der Knabenschule konnte im alten Knabenschulhaus nicht mehr befriedigt werden. So entstand auf dem Schulgrundstück der Mädchenschule das neue Frauenauer Knabenschulhaus. Freilich hätte man sich in der damaligen Zeit der modernen Arbeitsschulpädagogik zu den erstellten Klassenräumen auch noch Gruppenräume gewünscht. Die finanziellen Möglichkeiten ließen aber eine Ausweitung des Bauprogrammes nicht zu, und so blieb es bei den acht Klassenräumen, dem Schulleiter- und Lehrerzimmer, einigen Lehrmittelräumen und einem Werkraum. Die Gemeinde Frauenau mußte damals 358 811,- DM aufwenden.

Die Schulreform der siebziger Jahre
Die sechziger und siebziger Jahre waren die Zeit der großen Reformen. Gebiets-, Polizei-, Zoll- und Schulreform ließen Frauenau relativ ungeschoren. Diese Tatsache verdankt der Ort sicherlich seiner geographischen Lage im Talschluß der Flanitz. Die Schulreform, auf dem Artikel 12 des Volksschulgesetzes von 1966 fußend, erzwang für die Frauenauer Schulen, nachdem durch einen Regierungserlaß am 1. August 1969 alle Volksschulen im Landkreis Regen aufgelöst worden waren, die Zusammenlegung von Knaben- und Mädchenschule zur Volksschule Frauenau. Diese Maßnahme brachte die längst fällige gemeinsame Erziehung von Buben und Mädchen und die vom erwähnten Volksschulgesetz geforderte zweizügige Gliederung der neu errichteten Volksschule. Wie überall im Lande gingen in den Folgejahren die Schülerzahlen stark zurück. 1979 war die Zweizügigkeit vor allem in der Oberstufe nicht mehr gewährleistet. Aus der Frauenauer Volksschule wurde ab September 1979 eine Teilhauptschule I mit den Klassen 1-6. Der Vollzug der Regierungsentschließung von 1979 wurde aber bis 1987 ausgesetzt. Erst seit dem Schuljahr 1987/88 besuchen die Klassen 7 – 9 die Hauptschule in Zwiesel. Aus den sechs in Frauenau verbliebenen Schülerjahrgängen konnten bisher immer 8 Jahrgangsklassen gebildet werden. Die Schülerzahlen an der Teilhauptschule Frauenau stiegen jedoch wieder auf über 180 an. Hauptlehrer Otto Schmid wurde ab 1.1.1998 zum Rektor ernannt.

Schulhauserweiterung 1992/94
Den Ansprüchen eines neuzeitlichen Unterrichts wurde das Schulhaus von 1952 längst nicht mehr gerecht. Wenn auch die 8 Klassen untergebracht werden konnten, so fehlte es an Funktions-, Fach- und Nebenräumen. Die Schulhaussanierung und -erweiterung von 1992/94 brachte bei einer Bausumme von 4,4 Millionen DM einen Raumgewinn von 419,04 qm. Es entstanden neben einem großen Mehrzweckraum eine Pausenhalle, mehrere Funktionsräume für die Fachbereiche Hauswirtschaft, Textilarbeit, Werken und Informatik, je ein Schulleiter- und Lehrerzimmer, ein Sekretariat, ein Konferenz- bzw. Sprechzimmer und eine Lehrerbücherei. Der Sportunterricht wird seit Januar 1976 in der damals fertiggestellten Mehrzweck- bzw. Bürgerhalle erteilt und auf der 1997 neu erstellten Schulsportanlage.