Schulleben


Antolin-Erfinder besucht die Auerer Lese-Insel
Albert Hoffmann und seine Frau folgten Einladung der Grundschüler Frauenau
Das Lese-Internetportal Antolin ist mittlerweile fast allen Kindern bekannt, nur wenige wissen jedoch, dass der Erfinder dieses Leseprogramms, der pensionierte Rektor Albert Hoffmann, aus der Nähe von Passau stammt. Förderlehrerin Ingrid Schmidt ist seit Jahren eine Antolin-Mitarbeiterin, die für neu erschienene Bücher Fragensätze für das Programm entwickelt. Aufgrund dieses Kontakts spendeten Albert Hoffmann und seine Frau Marieluise für die neue Lese-Insel an der Frauenauer Grundschule mit integrierter Bücherei mehrmals neue Buchexemplare. Als kürzlich die Klassen 3/4 und 4 mit ihren Lehrerinnen Evi Wenig und Corinna Lerach-Wirsich reale Schreibanlässe für Briefe suchten, kam Ingrid Schmidt auf die Idee, an das Ehepaar Hoffmann Dankesbriefe sowie aus alten Büchern gebastelte Geschenke zu schicken. Die Schüler machten sich eifrig an die Arbeit und einige Kinder luden in ihren Briefen das Ehepaar Hoffmann sogar zu einem Besuch der Schule ein. Nach kurzer Zeit kam die Antwort von Herrn (und Frau) "Antolin" mit der Zusage für einen Besuch. Und die Gäste zeigten sich begeistert von dem neuen kleinen (Lese-)Paradies an der Schule. Nach dem gemeinsamen Begrüßungslied "Griaß de" der Klassen 3/4 und 4 mit Musiklehrerin Karin Lippmann hieß Evi Wenig den Besuch aus Passau willkommen. Albert und Marieluise Hoffmann boten den beiden Klassen jeweils eine Onilo-Vorführung. Begleitet wurden die beiden von der angehenden Lehrerin Anna Steinhofer, die gerade ihre Zulassungsarbeit über Onilo schreibt. Das Onlineportal Onilo – entstanden nach einer Idee von Albert Hoffmann – bietet animierte und digitale Bilderbücher, so genannte Boardstories. Diese sollen die Schüler für Geschichten, Bücher und das Lesen allgemein begeistern, was bei den Frauenauer Schülern vollauf gelungen ist. Die Klasse 3/4 las gemeinsam mit Albert Hoffmann ein Buch aus der Reihe "Die Olchis", nämlich das Bilderbuch "Ein Drachenfest für Feuerstuhl"; man amüsierte sich köstlich über den Lebenswandel der Familie und über die wunderbar illustrierten Bilder. Die vierte Klasse erzählte zu den Bildern aus dem modern und lustig aufgemachten Buch "Grimms Märchen ohne Worte" die Geschichte "Der Froschkönig". Darin spielt die Prinzessin zum Beispiel nicht mit einer goldenen Kugel, sondern mit einem Fußball. Zum Schluss bedankten sich die Schüler Sophia Weiderer und Valentin Kopp im Namen der beiden Klassen mit einem selbst gebastelten Windlicht und Lesezeichen dafür, dass sich der "Lesepapst" Zeit für sie genommen hatte.
Text: Ingrid Schmidt – Foto: Evi Wenig