Schulleben

Frauenauer Grundschüler machen sich kundig über Bienen und Schafe
Die Klassen drei und vier der Grundschule Frauenau besuchten gemeinsam das Haus der Bienen in Kirchberg und den Perlhof in Grub bei Rinchnach. Zu dieser Unterrichtsfahrt lud der Gartenbauverein Frauenau, ein wichtiger Kooperationspartner der Schule, die Kinder ein. Vorsitzende Vroni Kerschbaum hatte die Lehrfahrt bestens vorbereitet und organisiert. Auch einen großen Teil der Kosten teilte sich der Verein mit dem Elternberat. Gemeinsam mit Willi Walter, ehemaliger Lehrer der Schule und aktives Gartenbauvereinsmitglied, und den Klassenlehrern Katrin Friedl, Evi Wenig und der Lehramtsanwärterin Nadine Weininger machten sich die Schüler auf den Weg nach Kirchberg. Im Haus der Bienen erfuhren die Schüler Wissenswertes rund um dieses, für Mensch und Natur so wichtige Insekt. Imker Gerd Walter, der das Haus der Bienen betreut, zeigte den Kinder zuerst einen Bienenkorb, das Symbol der Imkerei. Er verriet, dass die Biene das drittwichtigste Tier in unserer Nahrungskette ist, sie 80 Prozent der Bestäubung übernimmt und eine Wachsdrüse besitzt. Weiter erläuterte er sehr kindgerecht das Arbeitsleben einer Biene, beschrieb die verschiedenen Aufgaben von der Sammelbiene bis zur Wächterbiene und stellte immer wieder ihren großen Nutzen heraus. Während des Vortrags bekamen die Kinder Honigbrote und Gerd Walter informierte weiter über die Gewinnung dieses gesunden Nahrungsmittels, das aus hundertachtzig verschiedenen Inhaltsstoffen besteht. Er stellte auch klar, dass die Bienen nicht für den Menschen, sondern für sich Honig sammeln. Anschließend durften die Schüler zusehen, wie der Imker einen Bienenkasten öffnet. Für viele war es der erste Blick in eine Wohn- und Arbeitsstube der Bienen und die anfängliche Angst wich bald der Bewunderung für diese kleinen Geschöpfe. Bienenwaben bauen die Bienen, ohne etwas zu sehen. Dennoch wird jede sechseckige Form genau gleich. Eine Wabe besteht ungefähr aus zwanzig Gramm Bienenwachs, kann jedoch ein Gewicht von zwei Kilogramm Honig tragen. Die Sechseckstruktur gibt den Waben die Festigkeit und Stabilität. "Ein kleines Wunder, das die Bienen hier vollbringen!", schwärmte der Imker. So wie jede Biene eine Aufgabe in ihrem Volk hat, so hat auch jedes Kind eine Aufgabe. "Eure ist es, in die Schule zu gehen und etwas zu lernen. Denn nur wenn man Wissen hat, kann man sein Leben positiv bestimmen." gab Gerd Walter den Schülern mit auf den Weg. Im Rahmen des Lernprogramms "Erlebnis Bauernhof" des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ging es anschließend weiter zum "Schafhof" Perl. Auch hier auf dem "Perlhof" in Grub gab es viel zu entdecken. Die Familie Perl hält auf ihrem Hof, der seit 1772 in Familienbesitz ist, verschiedenste Schafsrassen. Der Schäfer führte die Schüler in die Erlebniswelt der Schafe ein. Sie erfuhren vieles über Haltung, Pflege und Ertrag dieser Nutztiere. Jeder durfte die Tiere bestaunen, streicheln und mit der Flasche füttern. Einige der kleinen Besucher durften sogar eine Runde auf einem wolligen Vierbeiner reiten. Nachdem die Schüler Schafstall und Weide erkundet hatten und die nur wenige Tage alten Lämmer gestreichelt hatten, ging es zum zweiten Teil der Führung, die Frau Perl übernahm, in den alten Getreideboden. Dort konnten die Kinder alte Schermaschinen und andere Werkzeuge zur Wollherstellung anschauen und ausprobieren. Zum Abschluss wurden noch alle Besucher mit Köstlichkeiten rund um das Schaf verwöhnt. Die Schokolade war ebenso beliebt, wie die Cremes aus Schafsmilch und Wollfett. Viele Kinder nahmen sich vor, die Bienen und Schafe noch einmal mit ihren Eltern zu besuchen.
Bilder und Text: Evi Wenig