Schulleben


Endlich Nachwuchs an der Frauenauer Schule
Pünktlich nach 21 Tagen sind sie angekommen: unsere „Singerl“
Herr Max Stadler hatte die Idee, an der Schule Hühnereier auszubrüten, Küken aufzuziehen und Hühner zu halten, begeistert aufgegriffen und tatkräftig unterstützt. Und so wurde nach den Osterferien ein Brutapparat in der Schule aufgestellt, in dem von Herr Stadler eigens ausgewählte Hühnereier ausgebrütet wurden: Eier von federfüßigen gold-porzellanfarbigen Zwerghühnern „mille fleurs“. Die Eier wurden automatisch gewendet, damit die Embryos im Ei nicht an einer Seite festklebten. Die Schüler mussten jedoch täglich daran denken, dass in der Pause der Brutapparat kurz ausgeschaltet und geöffnet, das Wasser zur Luftbefeuchtung erneuert und nach der Pause wieder eingeschaltet wurde. Unter der zuverlässigen Oberaufsicht des Hausmeisters Herrn Nachlinger , der dann auch am Wochenende nach dem Rechten sah, gelang dies auch. Und dann war es endlich so weit: Am 21. Tag konnte man es am frühen Morgen schon aus der Schale piepsen hören, es waren kleine Löcher sichtbar, die sich im Laufe des Schulvormittages zu Sprüngen erweiterten, bis sich endlich die Küken mit ihrem Eizahn ans Licht gekämpft hatten. Immer wieder versammelten sich die verschiedenen Klassen rund um den Brutapparat und beobachteten fasziniert das Entstehen neuen Lebens. Eine Zeit lang bleiben die Küken nun noch unter der Wärmelampe, werden von Herrn Stadler, Herrn Nachlinger und der Nachbarin Frau Hartl liebevoll mit Kamillentee, erstem Körnerfutter , hartgekochten Eiern und „Brennesselsalat“ versorgt – und natürlich von den Kindern außerdem mit vielen Streicheleinheiten. Spätestens nach den Pfingstferien geht es dann hinaus ins Schulgelände, wo schon der Stall bereitsteht, den Herr Schlenz eigens für die Schule gezimmert hat. Mit Fütterungs- und Pflegediensten lernen die Schüler verantwortungsvollen Umgang mit den Haustieren, die sie oftmals nur noch als billige Fertigprodukte in Form von Chicken- Nuggets , Hähnchenschenkel etc. aus dem Supermarkt kennen. Und vielleicht findet ja die eine oder andere Familie Gefallen an den nützlichen Haustieren und entdeckt ein ungenutztes Eckchen im Garten, wo es den Tieren allemal besser geht als in vielen Legebatterien Europas.